Hi!
Ich bin Sophie und hier teile ich meine Berlin-Entdeckungen: Ausstellungen, Galerien, Food-Spots und Bars.
Enjoy!

Reisen

Ob Wochenendtrip oder Fernweh-Abenteuer: Hier nehme ich dich mit in andere Städte und teile Eindrücke, die Lust aufs Losreisen machen.


A loveletter to Copenhagen

Dänemark ist nah genug für einen Spontantrip und spannend genug für neue Spots. Zu einem WE-Trip in Kopenhagen sage ich natürlich: naturlig!

Nach 2,5 h Kaffee-Klatsch im Auto, 2 h auf dem Wasser und 1,5 h Powernap im Auto sind wir im Airbnb in Nørrebro angekommen, im Coolness-Dauerbrenner-Viertel.

Gegenüber bei Hero Deli gab’s die erste Stärkung: Sandwiches mit Allerlei wie in einer italienischen Salumeria, wo roasted veggies der saftige Sidekick sind. Klingt fantastico, no? Und der Employee of the Month: Doggo Pollock! Mein Herz (und der Mozzarella in meinem Sandwich) schmilzt dahin.

Den Abend haben wir im Køpenhavner Caféen für danish delightment verbracht: smørrebrød mit fried fish zum Beispiel und natürlich æblecage med fløde! „Fløde“ unmöglich zu sagen, aber still sind wir sowieso: Zu beschäftigt mit Essen. Food-coma incomingggggut, dass wir in den nächsten 24h durch die Innenstadt spaziert sind, wie Vorratsschränke auf zwei Beinen. 

Angefangen bei der Hart Bageri von Richard Hart, Noma-Veteran, mit knusprigen Cardamom-Croissants und Cappuccino. Copenhagens C-Code in wenigen Bissen geknackt! Auf dem Weg zum Nyhavn haben wir den Garde-Wechsel nicht überhören können. Tipp3000: Eine Uhr am Handgelenk braucht man hier nicht, nur Ausschau halten nach der musizierenden königlichen Leibgarde, die wie ein Uhrwerk täglich um 11:30 Uhr vom Rosenborg Slot bis zum Amalienborg Slot marschiert. 

Im Designmuseum japanische Kunst angeguckt und Stühle über Stühle. Natürlich mussten wir uns nach dem Rundgang erstmal setzen: Bei The Pie Company wartete ein südstaatlich-deftiger 3-Cheese-Pie mit Blumenkohl. Erst Japan, dann Amerika und trotzdem nie die Stadt verlassen.

Vielleicht ist das der Grund, warum die Dänen kaum auswandern. Hier musst du nur um die Ecke biegen, um in ein neues Land zu stolpern. Vom Rundetaarn aus sieht die Stadt aus wie ein Atlas in Bewegung. Wohin geht die nächste Reise? Der Abend brachte die Antwort: Mexiko. Im Llamamexikanische Mentalität verinnerlicht und selbstgemachte Tortilla-Chips mit frischer Guacamole, Tacos, Empanadas, Croquettas, fried Yuca, Ribeye und Ceviche. Muy bien und der Magen sagt gracias! Im Curfew danach: Erst Bücherregal-Tür auf, dann Cocktails rein.

Tag 2: Eigentlich wollten wir im Atelier September brunchen, aber die Schlange sprach dagegen. Also Plan W wie „Wow, das war salzig“. Auf dem Teller im Café (nennen wir‘s nicht laut, shhhh): Mehr Meer als Mahlzeit und definitiv eine Prise Verliebtheit. Der Durst blieb unser treuester Begleiter für den Rest des Tags. Kein Wunder, dass es uns ans Wasser geführt hat zur kleinen Meerjungfrau. Kaffee und Kuchen gab’s im La Glace, Dänemarks ältestes Confiserie. Abends dem Fisch nicht fern bleiben können bei Sticks & Sushi. Copenhagen, du weißt, wie du mich köderst.

Tag 3 war Abreisetag und Friheden unser Finale-Stopp. Bestellt wurden Pancakes mit Marmelade und Mascarpone, und wir wurden vollgetankt für die Heimreise. Meine Liebe zu dir, Copenhagen, geht eindeutig durch den Magen!


10 things I like about Paphos

Ein Reisebericht

Wer denkt, acht Tage in Paphos seien zu lang, hat wohl noch nie was von Workation gehört. Drei Tage saß ich in der Küche, mit Blick aufs Meer (Grund Nr.1). Von so einem „Office“ arbeitet es sich gleich viel leichter, und nicht nur deshalb kann ich eine Woche in dieser Stadt nur wärmstens empfehlen. Und das wortwörtlich: Laut Wetter-App sind es hier nämlich ganze 16 Grad mehr als in Berlin. Grund Nr. 2 für Paphos.

Grund Nr. 3: Bis zum Meer dauert’s keine 15 Minuten. Zu Fuß! Und schwupps hat man das Wellenrauschen im Ohr, Meerluft in der Nase und funkelndes Wasser vor der Linse.

Skulptur an der Hafenpromenade

Um alle Sinne rundum zu wecken, fehlt noch der gute Geschmack: Zorbas ist nie weit (Grund Nr. 4). Die Bäckerei weiß, was man an ihr hat, und gewährt rund um die Uhr Einlass. Es gibt Tahini-Schnecken, Mandel-Hörnchen, allerlei Teigtaschen, süß oder herzhafter gefüllt. Genau wie mein Magen danach.

Natürlich ist auch die Altstadt ein Spaziergang wert (Grund Nr. 5). Wer genau hinschaut, findet hier und da Street Art and a sign: you are exactly where you need to be. Finde ich auch! 

Ein Haus namens The Place bringt zypriotisches Handwerk zu seinen Besuchern. Ob künstlerisch oder kulinarisch.

Apropos Kulinarik: Auch der Hunger lockt in die Altstadt, wo Cafés und Restaurants zum Energietanken einladen. So z. B. das Soho.79 mit hervorragendem Sushi und sehr guten Drinks. Mit Fenchel oder selbstgemachter Feigenmarmelade. Immer ein bisschen funky im Glas. Oder Rum&Jam für Pizza, die gehypten Berliner SourDough-Pizzerien eindeutig Konkurrenz macht. Hier wird Glück in Bissen gezählt. Oder das Ethos (allein schon eine Reise wert) und definitiv Grund Nr. 6: Zur Vorspeise gab’s Brot mit Oliven, als Hauptgang den catch of the day aka Fisch auf einer Dill-Gurken-Soße, and what a catch it was! Dazu Baby-Potato’s mit Parmesan on top. Kööstlich! Oder Comfort-Food auf zypriotisch. Weinbegleitung: ganz klar 10/10, Glas für Glas ein kleines Jamas.

Köstlichkeiten aus dem Ethos
Drinks aus dem Soho.79

Danach ins Kinky gegangen. Party, Party, Party! Und der Barkeeper meinte es gut mit uns. Sagen wir es so: Hier wird nicht gegeizt, sondern gegossen. Schon ein paar Tage vorher, zum Start des Karnevals, feierte die Stadt. Auch hier floss die Großzügigkeit ins Glas. Kein Lied war uns bekannt, aber die Stimmung war ansteckend, auf die bestmögliche Weise. Zwischen Catwoman und Cowgirls tanzte es sich doppelt kultig.

Apropos Karneval: ein Grund mehr, im Februar nach Paphos zu kommen und damit Grund Nr. 7: Denn am 12. Februar haben die Zyprioten ihre Grills ausgepackt und auf der Straße ihre Fleischspieße gedreht. Denn auch hier wird Carne-val gefeiert. Über der Stadt lag ein Hauch Tradition, Rauch und Appetit aufs nächste Essen.

Nach so viel Trubel durfte es dann etwas ruhiger werden: Für Wellness also ins Minthis gefahren (Grund Nr. 8). Ein Resort, das zu einem Golfplatz gehört, etwas höher in den Bergen gelegen. Wenn die Luft diesig ist und der Himmel grau, entspannt es sich gleich doppelt gut. Zwei Saunen, zwei Dampfbäder und zwei Pools später ging’s erholt wie nie zurück nach Hause.

Ausblick im Minthis

Zu müde zum Kochen? Kein Problem und Grund Nr. 9: Wolt! Pita mit Halloumi und Pommes mit Tsatsiki und Knoblauch-Mayo von Gyromezes kann man sich auch hier ganz easy nach Hause liefern lassen. Ein Muss, auch ganz ohne -aka! 

Grund Nr. 10: Ein Spaziergang durch den Kato Paphos Archaeological Park, UNESCO‑Welterbe mit römischen Villen und kunstvollen Mosaiken. Da träumt man sich gern ins 4. Jahrhundert zurück. 

Der Leuchtturm lässt nur erahnen, wie der Blick von oben über das Meer wäre, aber auch von unten sieht er beeindruckend aus.

Und so vergingen 8 Tage wie im Flug. Auf Platz 2F noch einmal das Meer von oben gesehen, und an die Meeresluft gedacht, ich spüre das Salz auf den Wangen. Bis es gen Himmel geht und sich die letzten Tage anfühlen wie auf Wolke 7.