(Spoiler: Fehlanzeige)

Die Vorstellung, dass Golf nur was für Rentner ist, sitzt tief: gelenkschonend, zeitfressend, perfekt für den entspannten Ruhestand. Check, check, check.

Wenn das stimmt, bin ich letztes Wochenende offiziell Rentnerin geworden.  

Ich war eigentlich immer dagegen: „Wer macht denn sowas? Spießig, langweilig, eben für alte Leute!“ Dann begann meine Mama und plötzlich golfte halb mein Freundeskreis. Ist Golf etwa das neue Sauerteigbrot? Dieses Trend-Ding, das plötzlich jeder mitmacht (ja, sogar Post-Corona, als die Plätze als Erstes wieder aufmachten)? Ein Sport, den du machst, auch wenn die Welt gefühlt still steht. An der frischen Luft, in Bewegung, mit guten Gesprächen. Was ist daran eigentlich schlecht?

Beim Platzreifekurs waren immerhin mehr Heranwachsende als Hörgeräte. Surprise!

Im Alter hast du die Gelassenheit und die Zeit. Genau das, was wir Ende-20-jährigen Laptop-Lunser vermissen. Golf? Das ist das Wochenend-Ticket raus aus Berlin, rein ins Grüne, ein Gefühl von Ruhe und Freiheit.

Werden wir mit Ende 20 schon alt oder einfach früher gelassen? Machen wir nur nach, was unsere Eltern vormachen? Oder holen wir uns die Entspanntheit einfach jetzt schon, statt erst mit 67? 

Warum warten?

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