Dänemark ist nah genug für einen Spontantrip und spannend genug für neue Spots. Zu einem WE-Trip in Kopenhagen sage ich natürlich: naturlig!
Nach 2,5 h Kaffee-Klatsch im Auto, 2 h auf dem Wasser und 1,5 h Powernap im Auto sind wir im Airbnb in Nørrebro angekommen, im Coolness-Dauerbrenner-Viertel.
Gegenüber bei Hero Deli gab’s die erste Stärkung: Sandwiches mit Allerlei wie in einer italienischen Salumeria, wo roasted veggies der saftige Sidekick sind. Klingt fantastico, no? Und der Employee of the Month: Doggo Pollock! Mein Herz (und der Mozzarella in meinem Sandwich) schmilzt dahin.
Den Abend haben wir im Køpenhavner Caféen für danish delightment verbracht: smørrebrød mit fried fish zum Beispiel und natürlich æblecage med fløde! „Fløde“ unmöglich zu sagen, aber still sind wir sowieso: Zu beschäftigt mit Essen. Food-coma incomingggggut, dass wir in den nächsten 24h durch die Innenstadt spaziert sind, wie Vorratsschränke auf zwei Beinen.
Angefangen bei der Hart Bageri von Richard Hart, Noma-Veteran, mit knusprigen Cardamom-Croissants und Cappuccino. Copenhagens C-Code in wenigen Bissen geknackt! Auf dem Weg zum Nyhavn haben wir den Garde-Wechsel nicht überhören können. Tipp3000: Eine Uhr am Handgelenk braucht man hier nicht, nur Ausschau halten nach der musizierenden königlichen Leibgarde, die wie ein Uhrwerk täglich um 11:30 Uhr vom Rosenborg Slot bis zum Amalienborg Slot marschiert.
Im Designmuseum japanische Kunst angeguckt und Stühle über Stühle. Natürlich mussten wir uns nach dem Rundgang erstmal setzen: Bei The Pie Company wartete ein südstaatlich-deftiger 3-Cheese-Pie mit Blumenkohl. Erst Japan, dann Amerika und trotzdem nie die Stadt verlassen.
Vielleicht ist das der Grund, warum die Dänen kaum auswandern. Hier musst du nur um die Ecke biegen, um in ein neues Land zu stolpern. Vom Rundetaarn aus sieht die Stadt aus wie ein Atlas in Bewegung. Wohin geht die nächste Reise? Der Abend brachte die Antwort: Mexiko. Im Llama mexikanische Mentalität verinnerlicht und selbstgemachte Tortilla-Chips mit frischer Guacamole, Tacos, Empanadas, Croquettas, fried Yuca, Ribeye und Ceviche. Muy bien und der Magen sagt gracias! Im Curfew danach: Erst Bücherregal-Tür auf, dann Cocktails rein.
Tag 2: Eigentlich wollten wir im Atelier September brunchen, aber die Schlange sprach dagegen. Also Plan W wie „Wow, das war salzig“. Auf dem Teller im Café (nennen wir‘s nicht laut, shhhh): Mehr Meer als Mahlzeit und definitiv eine Prise Verliebtheit. Der Durst blieb unser treuester Begleiter für den Rest des Tags. Kein Wunder, dass es uns ans Wasser geführt hat zur kleinen Meerjungfrau. Kaffee und Kuchen gab’s im La Glace, Dänemarks ältestes Confiserie. Abends dem Fisch nicht fern bleiben können bei Sticks & Sushi. Copenhagen, du weißt, wie du mich köderst.
Tag 3 war Abreisetag und Friheden unser Finale-Stopp. Bestellt wurden Pancakes mit Marmelade und Mascarpone, und wir wurden vollgetankt für die Heimreise. Meine Liebe zu dir, Copenhagen, geht eindeutig durch den Magen!


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