Morgens, noch vor dem Frühstück, mache ich mich auf den Weg und lande kurz nach elf in der Pace Gallery. Auf zwei Etagen zeigt die Ausstellung aktuell Gemälde, Fotografien und Kurzfilme durch die Linse von David Lynch.

Wer den Filmregisseur kennt, weiß: Er taucht sein Publikum in eine unverwechselbare, manchmal verstörende Welt, die das Unbewusste berührt. Realität und Fantasie vermischen sich. Und so lässt seine Kunst viel Raum für Deutung. Warum also heute nicht einmal süßer statt düster?
Werfen wir mal einen Blick drauf:

Sind das etwa zwei warm gewordene Werther’s Originale, die Lynch zu lange in seiner Tasche hatte? Daneben ein Streifen Erdnussbutter mit zwei Heidelbeeren on top. Die blauen Tropfen? Vielleicht grobes Salz. Lynch würzt eben wie Popcorn: süß, salzig und ein bisschen verrückt.

Sehe ich da eine Gewürzgurke mit zwei Spritzern Senf? Daneben eine knusprige Pommes mit Mayo, und zum Nachtisch ein Lolli. Das kleine Krokodil? Ganz klar: Haribo.
Essen, überall Essen. Man merkt wohl, dass ich noch nicht gefrühstückt habe. Zum Glück liegt das Zeit Café direkt gegenüber. Ich schau auf die Croissants und denke an: David Lunch.

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